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Am 15. Januar starteten 5 Mitglieder unseres Vereins um 6 Uhr mit dem TRILEX in Richtung Isergebirge, um den 2. Lauf über alle Berge des Gebirges, die höher als 1100 m sind, durchzuführen. Nach Umstiegen in Reichenberg und Morchenstern waren wir pünktlich um 8.15 Uhr an unserem Ausgangspunkt in Josefsthal. Es folgte ein halber Kilometer Fußmarsch und wir schnallten am Weg zu den Marienberger Bauden die Ski an. 10 Km Anstieg im ungespurten Gelände führten uns durch das Tannental bis auf die Stolpichstraße. Am Kiosk Kneipe ging es durch den Tiefschnee über die Knieholzwiese zum Siechhübel.
Sein von Felsen gekröntes Haupt empfing uns mit dichtem Nebel und kräftigem Wind. Wie aus dem Nichts erschienen uns 2 Männer der Bergwacht, die unserem Klaus offensichtlich alle Ängste vor der steilen Abfahrt nahmen. Eskortiert von den Männern in den roten Anoraks erreichten alle wohlbehalten den Fuß unseres ersten Gipfels. Weiter ging es über das Wittighaus in Richtung Tafelfichte. Da die Witterung wenig Besserung versprach, legten wir an der Schützhütte am Hinterborner Planunsere erste Rast ein, um die Zeit auf den Gipfeln zu reduzieren. Weiter gegen den Wind stiegen wir mit geschulterten Skiern die Himmelsleiter an der Tafelfichte hinauf.Auch hier dichtester Nebel und ein Schwarm Graugänse knapp über unseren Köpfen. Nach der kleinen Tafelfichte folgte eine tolle Tiefschneeabfahrt zum Hernsdorfer Kamm. Nun voraus der Anstieg zum Heufuder, unserem 4. Gipfel. Von oben nutzten wir eine schmale Schneiße zur direkten Abfahrt in Richtung Kammhäuser- und wieder zauberhafter Pulverschnee. Entlang des Sophienweges dann eine Maschinenspur und endlich Rückenwind!!! Wir flogen förmlich zu den Kammhäusern, wo es in einer kleinen Holzhütte die 2. Rastpause gab. 35 Kilometer hatten wir in den Beinen als der lange Aufstieg, garniert mit einsetzendem Schneefall, zu den letzten 3 Bergen begann. An der völlig vereisten Steilwand der Blauen Steine war schon Standhaftigkeit gefragt, um senkrecht zu bleiben. Schließlich der Gipfel und weiter über den Cornelsberg zum krönenden Abschluß dieses Kammlaufes , dem 1126 m hohen Hinterberg. Eine bizarre Winterlandschaft umgab uns, als das letzte " Berg heil" an diesem Tag erklang. Sabine, Juliane, Klaus-Rüdiger, Volker und Andreas hatten es geschafft, alle großen Berge des Isergebirges auf einer Tour zu laufen, so wie die Männer der Skizunft Groß Iser vor nunmehr 80 Jahren. Ein würdiger Lauf, um die Erinnerung an die Leistungen unserer Vorfahren wach zu halten. Eine Erkundung von Neuland bildete die direkte Abfahrt vom Hinterberg zum Pferdelochweg. Die letzten 5 Kilometer genossen alle die bestens präparierte Loipe des Bieg Piastow in das Skistadion von Jakobsthal. Nach 52 Kilometern und 1350 Höhenmetern blieb uns noch genügend Zeit für eine angenehme Rast im Restaurant "BIATHLON". Das Neiße-Ticket und wohlig beheizte Züge brachten uns nach einem tollen Skitag, wo zwar das Wetter nicht ganz mitspielte, wieder zurück nach Großschönau. Wer den Winter bei jesem Wetter mag, kann ihn im Isergebirge bei Schneehöhen zwischen einem und zwei Metern garantiert finden. |